KIF465:Modulhandbücher und ihre Vergleichbarkeit

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Problemsituation[Bearbeiten]

  • Nach Bologna sind ist das Bsc/Msc Programm unter anderem dafür da, dass Module/Studiengänge besser vergleichbar sind.
  • Durch die freie Gestaltung der Studiengänge ist dies aber ohnehin schon schwierig.
  • Eine Anrechnung von Modulen an der TU Darmstadt wird über die Modulhandbücher der jeweils anderen Universitäten geführt - gemäß der Lissabon-Konvention
  • Nun spiegeln die Modulhandbücher aber oft nicht die Module wieder und sind unvollständig oder zu ungenau
  • Grund dafür ist, unter anderem, wie diese Modulhandbücher erstellt werden. Durch die Verwaltung/Dekanat oder durch die Professor*innen selbst.
  • An vielen Hochschulen gibt es Formulierungskataloge, die die taxonomischen Begriffe (also, die Abstuffung der jeweils erworbenen Kompetenzen) genau aufschlüsseln und erklären, wie Modulbeschreibungen zu fomulieren sind.
  • An noch mehr Hochschulen ist dies nicht der Fall. Insbesondere bei Systemakkreditierten Hochschulen gibt es das Problem, dass nur selten eine externe Überprüfung der Modulbeschreibungen existiert.
  • Fehlen die vermittelten Kompetenzen, sind diese nicht sinnvoll aufgeschlüsselt (fachlich, methodisch, überfachlich, persönlich), fehlen Inhalte, so ist eine Anrechnung gemäß Lissabon-Konvnetion nicht mehr möglich.


Meinung einer Betroffenen[Bearbeiten]

Hi,

zu diesem Semester habe ich von einer Hochschule zu einer anderen gewechselt. Dabei wurden mir von 146 ECTS, die ich an meiner alten Hochschule erbrachte habe, lediglich 87 anerkannt. Für die letzten 5 Credits habe ich wirklich gekämpft, da ich diese Prüfung sicher nicht noch einmal ablegen wollte, mit Unterstützung der Fachschaft. Von Seiten meiner neuen Hochschule kann ich es durchaus nachvollziehen, wie die Anrechnung erfolgte. Bei manchen Modulen war es einfach nicht möglich etwas anzurechnen, da der tatsächliche Inhalt und die vermittelten Kompetenzen schlicht gefehlt haben. Es ist für mich jedoch sehr ärgerlich und ich bin, wie man hoffentlich nachvollziehen kann, sehr wütend. Die Modulhandbücher sind für uns Studierende das, worauf wir uns bei einem möglichen Wechsel, ob nun im Studium oder zwischen Bachelor und Master, beziehen können. Es sollte eigentlich unser Recht sein, dass die Modulbeschreibungen auch das wiederspiegeln, was in der Vorlesung vermittelt wurde. Es gibt von Seiten der KMK [Vorgaben](https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2000/module.pdf), was in Modulbeschreibungen zu stehen hat. Auch die HRK hat sich im [HRK nexus Projekt](https://www.hrk-nexus.de/themen/studienqualitaet/erarbeiten-von-lernzielenlernergebnissen-auf-modul-veranstaltungsebene/) zu Modulbeschreibungen geäußert. Auch die unterschiedlichen Handreichungen verschiedener Hochschulen (zB [FH Münster](https://www.fh-muenster.de/hochschule/qualitaetsentwicklung/downloads/170914_Modulbeschreibung_Druckfassung.pdf), [Uni Heidelberg](https://www.uni-heidelberg.de/md/zentral/universitaet/qualitaetsentwicklung/studium_lehre/handreichung_modulhandbuch.pdf), [Uni Würzburg](https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/39030000/ZiLS/Material/Kompetenzorientierung/Kurzleitfaden_Kompetenzformulierung.pdf)) lassen sich mit einer schnellen (<3min) Internet-Recherche finden. Dort wird gut beschrieben, wie man Module sinnvoll beschreiben kann. Zusätzlich bieten die Agenturen auch Unterstützung an dieser Stelle an. Die Hochschulen müssten also nicht alleine Richtlinien für gute Modulbeschreibungen entwickeln. Leider musste ich bei unterschiedlichen Akkreditierungen und bedauerlicherweise an meiner alten Hochschule feststellen, dass das Problemverständnis bei vielen Professor*innen nicht so hoch ist. Hier stand ich als Studierende häufig alleine auf weiter Flur und musste dafür kämpfen, dass die Modulbeschreibungen angepasst werden, obwohl eigentlich klar erkennbar war, dass die Beschreibungen unzureichend sind. Eine mögliche Lösung für das Problem hat aus meiner Sicht zwei Schritte:

  1. Steigerung des Problembewusstseins - es muss klar gemacht werden, wo die Relevanz des Problems vorhanden ist. Wir Studierenden haben Rechte, die sich auch aus der Bologna-Reform ergeben. Diese sollte die studentische Mobilität steigern. Die studentische Mobilität steht und fällt mit den Modulbeschreibungen. Sind diese unzureichend, fällt die Mobilität schwer. Nur wenige Studierende werden die Hochschule wechseln, wenn die Modulbeschreibungen der alten Hochschule dafür sorgen würden, dass man sehr viele Module nachholen muss, obwohl man eigentlich die Kompetenzen bereits erworben hat.
  2. Etablierung eines Katalogs für Formulierungen in Modulbeschreibungen - Wozu das Rad neu erfinden? Damit kann man sich auch eine Menge Arbeit sparen, v.a. da es da ja schon viel gibt.

Idee des AKs[Bearbeiten]

  • Sammeln von Modulhandbüchern
  • Sind euch solche Probleme auch schon aufgefallen, wie werden Module bei euch anerkannt?
  • Wie könnte man mit solchen Problemen umgehen?
  • Wie kann man die Vergleichbarkeit von Modulhandbüchern fördern?
    • FTI anschreiben (Reso?)


Sammlung an Modulhandbüchern[Bearbeiten]

Handreichungen für gute Modulhandbücher[Bearbeiten]

Inhalt des AKs[Bearbeiten]

  • Diskussion ob ähnlche Probleme bekannt sind.
    • Teilweise, an anderen Unis wird versucht möglichst viel anzurechnen. Sind die CP an in einem Bsc/Msc erbracht worden, so hat man ja Kompetenzen und als solches sind diese irgendwie anzurechnen, damit dem Studierenden kein Schaden durch den Wechsel entsteht.
    • Es wird nach den SWS geschaut, sodass der Schaden minimal bleibt.
    • OH: "Das Modulhandbuch hat des öfteren Inhalt: nicht bekannt drinnen stehen"
  • Erstellung von Modulbeschreibungen
    • teilweise automatisch generiert, um PO-Wechsel etc zu vereinfachen
    • Durch die Verwaltung im Rahmen von Akkredetierungsprozessen
    • Durch die Professoren, wenn Änderungen gewünscht sind
    • Meist Aktualisierungen im Block so 1mal pro

Was ist ein gutes vergleichbares Modulhandbuch[Bearbeiten]

  • Nicht die Inhalte notieren, sondern die Konzepte und Qualifitaktionen erfassen
  • Die Kompetenzen der Studierenden festhalten, gerne auch separat
  • ist inhaltlich vollständig
   * Name
   * Credits
   * SWS/ Wochenstunden/ Kontaktzeit
   * Wird angeboten in ... (Turnus)
   * Beinhaltet folgende Veranstaltungen (+ deren Informationen)
   * Sprache
   * Verantwortlicher
   * Inhalt
   * Kompetenzen
   * Qualifkationen/Vorraussetzungen/Empfehlungen
   * Erbringungspflichten (aka z.b. das Modul muss bis ins 3. Semester bestanden sein)
   * empfohlendes Fachsemester
   * Art der Prüfung + Notenzusammensetzung
   * (Verwendbarkeit in folgenden Studiengängen/Mastern)
   * Lehr-/Lernform (VL vs. Praktikum)
   * diverse Sonderregelungen (mehr Versuche als default)
  • die Art wie diese Informationen beschrieben werden, sollten einheitlich geklärt sein
  • ist aktuell (wird regelmäßig aktualisiert, gewünscht alle 2 Semester)
  • robust ggn Rotationsverfahren, wechselnden Lehrpersonen
  • einen automatisierten Prozess, wie Änderungen funktionieren

Wie erreichen wir vergleichbare Modulhandbücher[Bearbeiten]

  • Vorlagen führen nicht zum Ziel
  • die Handreichungen an die Unis schicken
    • sind sehr abstrakt
    • besser wären konkrete Formulierunsvorschläge/Beispiele
  • FTI (Studienkommission) anfragen, um direkt mit den Studiendekan*innen über die Problematik zu reden
  • Steigerung des Problembewusstseins bei den Verantworlichen (Profs, Verwaltung)
  • Etablierung eines Katalogs für Formulierungen in Modulbeschreibungen, z.b. durch den FTI