FSZ:Organisation

Aus KIF

Redaktion[Bearbeiten]

Gründung einer Fachschaftsredaktion[Bearbeiten]

Die Gründung einer Redaktion benötigt in der Regel keine besonderen formalen Kriterien. In vielen Fachschaften kann man zu diesem Zweck beispielsweise eine AG gründen, deren Aufgabe die (regelmäßige) Erstellung der Fachschaftszeitschrift ist. Das Projekt sollte mit den übrigen Fachschaftsmitgliedern natürlich im Vorfeld besprochen werden.

Organisationsformen[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Wege, wie eine Redaktion funktionieren kann. Es ist möglich, dass sich nur eine bestimmte Personengruppe um die Erstellung der Artikel kümmert. Dies ist meist jedoch sehr viel Arbeit und es besteht die Gefahr, hier nur über für diesen Personenkreis interessante Themen kümmert. Es empfiehlt sich also, z.B. bei Fachschaftssitzungen die Ohren offen zu halten und kompetente Menschen direkt anzufragen, ob sie nicht einen Artikel schreiben möchten. Hierbei ist es sehr wichtig, ihnen auch einen Zeitrahmen dafür zu geben - sonst verläuft sich das leicht im Sande.

Ihr könnt auch eine sehr offene Organisation wählen, bei der jeder fachschaftsaktive Artikel schreiben kann, wann er will und wenn man genug hat, schreibt man alles zusammen und bringt es heraus. Zumindest für die redaktionelle Arbeit sollte es aber auch hier eine oder mehrere designierte Personen geben, welche die Artikel abnehmen, sie in das Redaktionssystem einpflegen und sich um die Qualitätssicherung kümmern. Hier besteht allerdings eine große Gefahr, dass die Zeitschrift sehr unregelmäßig erscheint und einen Generationenwechsel möglicherweise nicht überlebt.

Bericht

Geier (RWTH Aachen)

  • die Hauptverantwortlichen der Redaktion bilden eine AG, die der Vollversammlung gegenüber verpflichtet ist, alle 2 Wochen einen Geier rauszubringen
  • Die AG-Mitglieder und freie Redakteure treffen sich wöchentlich (donnerstags) und schreiben Artikel
  • Mindestens alle zwei Treffen wird ein Geier fertiggestellt
  • Wenn ein Geier fertig ist, werden montags vor der Fachschaftssitzung Probeexemplare gedruckt, sodass möglichst viele Leute vorher Korrektur lesen. Nach Beheben der Fehler wird die Ausgabe gedruckt und am nächsten Tag in den Vorlesungen verteilt

Kommunikation[Bearbeiten]

Interne Kommuniktion der Redaktion[Bearbeiten]

Sobald mehrere Leute an einer Zeitschrift arbeiten, ist es sinnvoll, sich geeignete Kommunikationsstrukturen zu überlegen. Diese können von einem E-Mail-Verteiler bis hin zu komplexen Ticket-Systemen reichen. Im folgenden werden Möglichkeiten zur internen Kommunikation aufgelistet.

  • Treffen: Erfahrungsgemäß geht nichts über persönliche Treffen. Siehe dazu weiter unten unter Redaktionssitzungen.
  • Wiki: In einem Wiki kann sich eine Redaktion - eine sinnvolle Struktur vorausgesetzt! - koordinieren, Artikel korrigieren, usw.
  • Etherpad: Kann anstelle oder ergänzend zu / wie ein(em) Wiki verwendet werden.
  • E-Mail-Verteiler / Mailingliste: Es ist sinnvoll, eine zentrale E-Mail-Adresse zu haben, durch die man "die Redaktion" erreichen kann. Diese Adresse sollte nicht personengebunden sein. Sollte die Fachschaft keine eigene Server-Infrastruktur betreiben, kann möglicherweise der AStA oder der Fachbereich einen E-Mail-Alias anlegen. Eine bessere Lösung wäre das Einrichten einer Mailingliste (z.B. mit Mailman), die auch über eine Archiv-Funktion verfügt.
  • Aushänge: Ganz ohne Technik: Man hängt an einem definierten Bereich ein DIN A3-Blatt (oder mehrere) aus, worauf evtl. eine Struktur voraufgezeichnet ist und sich die Redaktion organisieren kann. Man kann auch Klebezettel verschiedener Farben darauf kleben und so z.B. Artikelstatus' "bewegen".
  • Projektverwaltung: Eine Projektverwaltung ist ein Softwarepaket mit verschiedenen Bestandteilen, meistens wenigstens mit einem Ticketsystem, Kalender und Wiki. Tickets können zum Planen von Artikeln und weiteren Aufgaben (Photos/Zeichnungen erstellen) verwendet werden, durch Meilensteine können auch weiter in der Zukunft liegende Ereignisse geplant werden.

Externe Kommunikation[Bearbeiten]

Es sollte möglich sein, mehrere Personen über Änderungen an Artikeln zu benachrichtigen. So sollte der Autor benachrichtigt werden, wenn sein geschriebener Text von anderen bearbeitet wird. Umgekehrt sollte auch die Redaktion über spätere Änderungen an Artikeln informiert werden.

Kommunikation mit Studierenden, Professoren oder weiteren externen Gruppen, die Artikel zusteuern können, sollten möglichst früh begonnen werden. So kann man zum Beispiel die Studenten über bestehende Fachschaftsstrukturen wie etwa RSS-Feeds oder Mailinglisten fragen, welche Projekte sie machen und ob sie darüber berichten möchten.

Redaktionssitzungen[Bearbeiten]

Redaktionssitzungen sind aus technischer Sicht nicht zwingend notwendig - im Prinzip lässt sich auch alles online erledigen. Wenn man eine Redaktion hat, die sich an ein gegebenes Redaktionssystem hält bzw. mit so viel Selbstdisziplin an der Zeitung arbeitet, dass kaum eine Steuerung durch z.B. eine Art Chefredakteur nötig ist, kann man auf Redaktionstreffen verzichten.

Das ist aber eher selten der Fall. Und spätestens wenn es um Brainstorming für neue Ausgaben, Ideen für Artikel und Ähnliches geht, ist ein Treffen, bei dem man sich physisch gegenübersitzt, immer noch eine der effektivsten Methoden um gemeinsam weiter zu kommen.

Die Redaktionssitzungen (die manchmal auch nur "Redaktionstreffen genannt werden, um das für manche Ohren böse Wort Sitzung zu vermeiden) sollten von einem Redakteur geleitet werden. Manche Redaktionen haben feste TOPs oder sammeln diskussionswürdige Themen im Vorfeld. Falls Neulinge dabei sind, kann es sinnvoll sein, Themen, die voraussichtlich nicht so lange dauern, eher am Anfang der Sitzung zu besprechen.

Bei vielen Fachschaften finden Redaktionssitzungen unregelmäßig nach Bedarf statt. Einige Fachschaften haben feste Termine, zum Beispiel jeden ersten Donnerstag im Monat um 14 Uhr. Feste Termine haben den Vorteil, dass man sie überall ankündigen kann und im Idealfall nach einiger Zeit jeder weiß, dass Verantwortliche für die Zeitschrift zu diesen Zeitpunkten an einem bestimmten Ort erreichbar sind. Zu festen Terminen kommen bei einigen Fachschaften deutlich öfter Neulinge vorbei als zu frei gewählten Terminen. Natürlich muss dann auch gewährleistet werden, dass zu diesem Termin auf jeden Fall jemand da ist. Und wenn es ein anderer Fachschaftler ist, der zwar nicht zur Redaktion gehört, aber einem Neuling wenigstens ein bißchen erzählen und an andere verweisen kann.

Mitarbeitermotivation[Bearbeiten]

Einfach auf einer Fachschaftssitzung zu fragen "Wer hat Lust einen Artikel zu schreiben" führt meist dazu, dass sich alle nur abwenden und geschäftigt auf den Boden schauen. Sinnvoll kann es aber sein, auf Fachschaftssitzungen Artikel zu konkreten Themen zu verteilen. Wenn z.B. jemand etwas interessantes berichtet einfach nachfragen ob derjenige einen Artikel dazu schreiben möchte. Auf jeden Fall sollten die Redaktionsmitglieder sich auf der Fachschaftssitzung Notizen dazu machen, was für Themen interessant sein könnten und wer sich damit auskennt.

Bei großen FS-Zeitschriften gibt es oft 1-3 Leute, die das Thema immer im Hinterkopf haben und, sobald sie etwas potentiell Interessantes aufschnappen, auf Leute zugehen und sie versuchen einzubinden. Wichtig ist, nie Druck zu machen - auch keinen impliziten. "Kannst du nicht bitte mal einen Artikel darüber schreiben," baut mehr Druck (und damit Gegendruck) auf als niederschwellige, konkrete Anregungen.

Es macht oft mehr Sinn, einen konkreten Termin für ein Redaktionstreffen an zu setzen, auf dem sich erst mal nur all die Leute treffen, die Interesse daran haben an einer Fachschaftszeitschrift mit zu arbeiten. Auf diesen Sitzungen kann sich dann jeder überlegen, was er schreiben möchte. Fällt dabei niemandem ein, was geschrieben werden soll, so kann man erst mal gemeinsam Themen suchen, die von Interesse sein könnten und man kann schon mal gemeinsam ein wenig recherchieren, bis sich konkrete Ideen für Artikel ergeben. Sollten dabei viele Ideen herum kommen kann man dann natürlich auch direkt fragen, wer zu diesem Thema einen Artikel schreiben möchte (per Mailingliste oder auf einer Sitzung oder einzelne Personen ansprechen).

Weitere Ideen, um

  • externe Autoren um Artikel mit konkretem Inhalt bitten
  • das DANKE nicht vergessen
  • Redaktionssitzungen in lockerer Runde (z.B. mit Keksen) gestalten
  • Mitarbeitern eigenen Gestaltungsfreiraum lassen
  • konstruktive Kritik geben
  • Meilensteine und neue Ausgaben feiern (z.B. mit Kuchen und Sekt)
Bericht

Inforz (TU Darmstadt) (von Andreas)

  • Wenn ich im FS-Raum sitze, und etwas höre, was sich zu einem Artikel eignen könnete, sage ich normalerweise diese Person nicht sofort, ob sie einen Artikel schreiben könnte.
  • Stattdessen überlege ich, abhängig von der Person, wie viele "weiche Vorgaben/Handreichungen/Empfehlungen" ich ihr geben sollte und gehe dann erst auf sie zu. Beispiele dafür:
    • Schreibe doch dafür bitte gerade mal 5-10 Sätze als Kurzartikel und schicke es an die Liste.
    • Könntest du das bitte kurz mal X sagen, der könnte daraus einen Artikel machen.
    • Wollen wir uns später mal treffen, um eine kurze Struktur für einen Artikel zu entwickeln? Wir können ja dann anhand der Struktur schauen, wer dazu etwas schreiben könnte. (Struktur: Stichwörter über den Inhalt notieren, sortieren, damit man ein klareres Bild davon hat, über was man schreiben will.)

Vorbereitung[Bearbeiten]

Finanzen[Bearbeiten]

Oft übernimmt der AStA (sofern einer existiert) die Finanzierung für eine bis mehrere Ausgaben im Semester.

Sofern vorhanden, finanziert manchmal der Förderverein eine Ausgabe. Mehr zur Gründung eines Fördervereines gibt es von einem AK auf der 37,0ten KIF.

In einigen Fällen übernehmen auch die Fachbereiche die Druckkosten. (Beispielsweise ist in Hessen eine Einführung für Studienanfänger gestzliche Aufgabe des Fachbereichs - daher finanziert z.B. der Fachbereich Informatik an der TU Darmstadt die Hefte, die für die Ophase erscheinen.)

Rechtliches[Bearbeiten]

Lizenzen[Bearbeiten]

Oft ist das Hochschulrechenzentrum für die Beschaffung von Software zuständig. Eventuell kommt man darüber kostenlos oder sehr günstig an kommerzielle Satzsysteme heran.

Im folgenden findet ihr eine Übersicht, welche Uni welche Lizenz verwendet. (Evtl. mit einer kleinen Begründung.)

Hochschule Lizenz Begründung
Universität Bremen CC-by 3.0 Die selbe Lizenz, die auch das Wiki verwendet; um es anderen Institutionen (wie dem FIfF) zu ermöglichen, Artikel zu verwenden.

Presserecht[Bearbeiten]

Presserecht ist Landesrecht, die Gesetze ähneln sich aber in vielen Punkten. Hier einige Punkte, auf die man achten sollte:

  • Fachschaftszeitungen unterliegen als "periodische Druckwerke" dem Pressegesetz
  • Das Impressum muss (wahrscheinlich überall) Name und Anschrift des Verlegers bzw. des Herausgebers sowie des verantwortlichen Redakteurs enthalten
  • Verantwortlicher Redakteur (ViSdP) kann möglicherweise (z.B. in NRW) nur jemand sein, der das 21. Lebensjahr vollendet hat.
  • Werbung sollte explizit gekennzeichnet sein

Weitere Infos findet man auf der Wikipedia-Seite Impressumspflicht, die man sich durchlesen sollte.

Werbung[Bearbeiten]

Sofern man kein Geld aus der Fachschafts- oder AStA-Kasse für die Zeitschrift ausgeben kann (oder will) oder die Kosten der Zeitschrift möglichst gering halten möchte, benötigt man Werbung. Jedenfalls, um die Zeitschrift nach Möglichkeit kostenlos an die Studenten weiter zu geben. Es gibt nur wenige Fachschaften, die ihre Zeitschriften verkaufen.

Zu Werben kann problematisch werden. So kann es zum Beispiel natürlich keine Werbung geben, wenn die Fachschaft kein Geld einnehmen darf. Die Werbung sollte idealerweise mehr Geld einbringen als die Druckkosten für die eigentlichen Seiten, das dann auch direkt der Fachschaft direkt zugute kommen kann.

Als Richtwert kann man davon ausgehen, dass Werbung zwischen 128 und 500 Euro pro DIN A5-Seite kostet. Man kann direkt die Druckerei nach Werbung fragen, um so auch die Druckkosten selbst zu senken. Kostenlose Werbung für Hochschulgruppen kann sich lohnen, um z.B. Preise für Rätsel im Heft zu haben.

Durchführung[Bearbeiten]

Redaktionelle Arbeit[Bearbeiten]

WIP (Hier sollte eine kurze Beschreibung der verschiedenen Schritte stehen, die von einer Ansammlung individueller Artikel zu einem druckfertigen Heft führen.)

Das fängt an damit, dass die Artikel grob in Rubriken eingeteilt werden sollten. Dann folgt das Zusammensetzen, dabei sollte man beachten, dass mehrseitige Artikel umso angenehmer lesbar sind, wenn sie weniger Umblättern erfordern. Auch ist die Seitenzahl von großer Wichtigkeit: zum Druck muss diese durch vier (4) teilbar sein - dabei ist auch zu beachten, dass die Titelseite eine rechte Seite ist, keine linke.

Qualitätssicherung[Bearbeiten]

Auch wenn einzelne Autoren wenig Rechtschreibfehler beim Schreiben machen, ist es absolut unabdingbar, dass JEDER, absolut JEDER Artikel mehrfach korrekturgelesen wird, und zwar von unterschiedlichen Personen. Der Weg beginnt beim Autor selbst dieser sollte den Artikel erst aus der Hand geben, wenn er selbst der Ansicht ist, dass er keine Fehler mehr enthält. Dann geht der Artikel zum ersten Korrekturleser. Wenn sich herausstellt, dass der Autor nur der Meinung war, dass er einen fehlerfreien Artikel abgeliefert hat, ist das Kopieren des Textes in ein Programm mit Rechtschreibkorrektur ein guter Ansatz - denn nicht Jeder ist gut in Rechtschreibung. Der Korrekturvorgang jedenfalls verläuft dann so: der erste Korrekturleser liest den Artikel durch und korrigiert Fehler in einem Durchgang. Es folgen so viele Korrekturdurchgänge, bis ein Lesedurchgang stattfand, ohne dass der Korrekturleser einen Fehler gefunden hat. Idealerweise wartet er wenige Tage und liest sich den Artikel noch einmal durch. Wenn der erste Korrekturleser dann fertig ist, reicht er den Artikel an den zweiten Korrekturleser weiter, der genauso verfährt.

Stichwort Stil[Bearbeiten]

Eine Zeitschrift lebt nicht von der formalen Fehlerfreiheit ihrer Artikel allein. Neben einem durchdachten Layout gehört auch der Artikelstil zu den Dingen, die über die Ausgaben einer Zeitschrift und auch innerhalb einer jeden Ausgabe gleich bleiben sollen.

Hierzu sollte es Konventionen geben, wie der generelle Artikelstil sein soll. Idealerweise liegt der Stil der Zeitschrift in den Händen genau einer Person. Diese überarbeitet alle Artikel und gleicht sie im Stil an einander an. Damit hat diese Form des "Korrekturlesens" eine wichtige Rolle und prägt nicht zuletzt das Bild, das die Zeitschrift macht, ist aber ein Punkt unter anderen wie zum Beispiel dem Layout, der den Gesamteindruck einer Zeitschrift ausmacht Und ja: in letzter Konsequenz kann das bedeuten, dass der Korrekturleser einen Artikel auch mal zu großen Teilen umschreiben muss, um ihn im Stil dem der Zeitschrift anzupassen.

Onlineversion[Bearbeiten]

Die gängigste und einfachste Möglichkeit, eine Onlineversion zugänglich zu machen ist die Veröffentlichung als PDF, zum Beispiel über den Fachschaftswebspace. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass es einen signifikanten Unterschied zwischen "Zeitschrift liegt an der Uni aus" und "Zeitschrift ist übers Internet (und damit auch meist über Google) erreichbar". U. U. erlauben manche Autoren / Comiczeichner / etc. eine Publikation im Internet nicht.

Eine Zeitschrift muss nicht zwingend als Papiermagazin erscheinen. Manche Fachschaften publizieren an der Uni in Aushangform, ggf. kann man auch mit Blogsystem und Co ein reines Onlinemagazin erstellen. Egal, in welcher Form man veröffentlicht: die Kriterien und der Anspruch, den man an Qualität und Qualitätssicherung stellt, sollten jedoch immer der gleiche sein.

In der Regel wird es aber wohl so sein, dass eine Fachschaftszeitung etwas ist, das man sich mitnimmt und beim Mensagang, im ÖPNV, beim Rumlungern im Fachschaftsraum o.ä. oder auch mal während einer langweiligen Veranstaltung liest.

Es macht daher für euch vielleicht Sinn, mit der Online-Version 1-2 wochen zu warten, nachdem die Zeitschrift gedruckt wurde

Drucklegung[Bearbeiten]

Um die Zeitschrift gedruckt in Händen halten zu können, muss einiges geschehen. Mann kann nicht einfach nur mit der PDF-Datei auf dem USB-Stick zu einem Drucker gehen, sondern man sollte im Vorfeld einiges abklären:

  • Welche Druckereien gibt es?
  • Welches Dateiformat braucht die Druckerei?

Welche Druckerei?[Bearbeiten]

  • Bei einer minimalen Auflage kann man in CopyShops die Hefte selbst produzieren.
  • Einige ASten verfügen über eigene Druckereien, falls es das vor Ort gibt, sollte man dort mal nachfragen.
  • Da auch die Universität (genauer: die Universitätsverwaltung) viele Drucksachen publiziert, kann man auch dort mal nachfragen, ob es eine "Hausdruckerei" gibt, bei der man evtl. über die Hochschule günstigere Konditionen bekommt.
  • Die meisten Fachschaftszeitschriften werden bei einer externen Druckerei gedruckt. Je nach Region gibt es wahrscheinlich ziemlich viele, von denen man Angebote einholen kann.

Kostenvergleich[Bearbeiten]

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel der Druck ungefährt kostet, findet ihr im folgenden eine Übersicht über die Preise für einige Fachschaftszeitschriften, die in einer externen Druckerei produziert werden.

Bericht

Inforz (TU Darmstadt)

  • ca. 0,80 € pro Heft mit 60 Seiten (Graustufendruck) bei 800-1300 Exemplaren bei privater Druckerei
  • TU Dresden "Offline": ca. 1,20 € pro Heft mit 40 Seiten (Graustufendruck + farbiges Cover) bei 300 Exemplaren im CopyShop gedruckt mit Werbung von diesem
  • Uni Würzburg: Graustufen, farbiges Cover mit 40-60 Seiten bei 500 Exemplaren für 500-600 Euro

Nachbereitung[Bearbeiten]

Distribution[Bearbeiten]

Wenn das Heft aus dem Druck kommt und geliefert ist, sollte es auch irgendwie unter die Leserschaft geracht werden.

WIP (Im Folgenden sollte eine Liste mit Verteilungsideen entstehen.)

Archive[Bearbeiten]

Neben der hauseigenen Archivierung der Fachschaftszeitschriften sollen folgende weitere Archivierungen ins Auge gefasst werden:

  • Archivierung in der Deutschen Nationalbibliothek
  • Archivierung im Universitätsarchiv

Deutsche Nationalbibliothek[Bearbeiten]

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) bietet die Möglichkeit an, Fachschaftszeitungen langfristig und sicher zu archivieren. Ihr seid i.d.R. sogar dazu verpflichtet eure Zeitungen in der zu archivieren. Für genauere Fragen, informiert euch einfach über die Seiten der DNB (www.dnb.de). Für die Archivierung benötigt ihr neben eurer Zeitschrift eine ISSN (International Standard Serial Number). Diese beantragt ihr kostenlos bei der DNB. Für eine Beantragung schickt ihr ein bis zwei Ausgaben eurer Zeitschrift an die das Deutsche ISSN-Zentrum:

Deutsche Nationalbibliothek
Nationales ISSN-Zentrum für Deutschland
Adickesallee 1
60322 Frankfurt
Tel. + 49-69-1525-1481 bzw. -1473
Fax + 49-69-1525-1414
E-Mail: issn@d-nb.de

Mit der Zuteilung der ISSN verpflichtet ihr euch, pro Ausgabe eurer Zeitschrift je zwei Belegexemplare eines direkt an die DNB zu schicken.

Angabe der ISSN[Bearbeiten]

Die ISSN muss auf eurer Zeitschrift sowohl (an immer gleicher Stelle) auf dem Heftumschlag als auch im Impressum angegeben werden. Dieses muss bei jedem Heft geschehen. Falls sich der Titel eurer Zeitschrift einmal ändern solltet, muss dieses auch an die DNB gemeldet werden, ggf. gibt es damit auch eine neue ISSN. Gleiches gilt bei Einstellung der Zeitschrift.

Universitätsarchiv[Bearbeiten]

In den letzten Jahren entwickeln sich an immer mehr Hochschule interne Archive. Auch hier solltet ihr einmal anfragen, ob ihr dort eure Fachschaftszeitschrift archivieren könnt. Sollte ein Fachschaftsarchiv nicht existieren, so ist auch die örtliche Uni-Bibliothek der geeignete Ansprechpartner.

Archivierung der Produktionsquellen[Bearbeiten]

Neben den fertigen Zeitschriften sollten natürlich auch die Quelldateien archiviert werden. Hierzu könnt ihr euch an die folgende Checkliste halten:

  • Quelldateien für sämtliche Seiten (z.B. bei LaTeX die .tex Dateien, bei Scribus die entsprechenden Quelldateien)
  • die aktuelle Version eures Layoutprogrammes
  • die entsprechenden Templates (Scribus) oder Pakete (LaTeX)

Um sicherzugehen, dass man damit in 20 Jahren in einer VM auch wirklich das Heft wieder erstellen kann, sollte man das nach diesen Schritten direkt auf einem anderen Rechner ausprobieren. Es kann zum Beispiel passieren, dass man eine Datei vergisst zu archivieren oder das Layoutprogramm nur ältere relative Pfade gespeichert hat, die auf einem anderen Recher nicht mehr funktionieren.

Leserbriefe / Feedback[Bearbeiten]

Die meisten Leser bleiben still - Leserbriefe sind bei praktisch allen Fachschaften eher die Ausnahme.

Eine Idee, die mal an der TU Darmstadt funktioniert hat, war, auf einem FS-Brett ein DIN A3-Zettel zu hängen mit einem Kuli nebendran. Der Zettel enthielt das Logo der FS-Zeitschrift und den Hinweis, dass man hierüber Kritik und Ideen äußern kann. Das haben immerhin immer wieder mal einige ausgefüllt mit kurzen Sätzen.