KIF540:Resolutionen/Österreichs #UnisRetten

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Die österreichische Bundesregierung plant starke Kürzungen beim Budget der Universitäten. Für die Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 wird das Budget von den 16,5 Milliarden aus den Jahren zuvor auf 15,5 Milliarden Euro verringert. Dabei wären allein 18 Milliarden notwendig um die Inflation auszugleichen. Das bedeutet einen gravierenden Einschnitt in den Uni-Alltag. Die Österreichische Universitätskonferenz (UniKo) geht davon aus, dass bei den geplanten Kürzungen faktisch jede fünfte Person nicht mehr beschäftigt werden kann[1]. Das führt zu einem massiven Einschnitt in Forschung und Bildung und das bei ohnehin schon schlechten Betreuungsquoten und chronischer Unterfinanzierung[2][3][4][5][6][7].

Die 54,0. Konferenz der deutschsprachigen Informatikfachschaften

  • stellt sich klar gegen die angekündigten Kürzungen im Budget für die österreichischen Universitäten.
  • fordert das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung und im speziellen Frau Ministerin Eva-Maria Holzleitner auf, nicht an wichtigen Investitionen in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit in der Forschung Österreichs zu sparen.
  • unterstützt und befürwortet die Demonstrationen[8] der Universitäten, Hochschüler*innenschaften und Betriebsräte.

Begründung[Bearbeiten]

  • Stellenmangel und Wegfallen der Lebensgrundlage Studierender Selbst die größten Universitäten kämpfen jedes Semester wieder darum, dass Tutor*innen-Stellen und andere für Lehrveranstaltungen notwendige Stellen finanzieren werden. Das ist mit großem finanziellem Aufwand verbunden, schafft aber gleichzeitig viele Jobs für Studierende, welche sich damit entweder ein Taschengeld oder ihren Lebensunterhalt verdienen. Mit der geplanten Kürzung kann jede fünfte Person – also 20 % – nicht mehr beschäftigt werden[1]. Diese befristeten Stellen wären die Ersten, die gestrichen oder in folgenden Semestern nicht mehr nachbesetzt werden würden, wodurch sowohl die Lehre als auch die Lebensgrundlage der Studierenden gefährdet wird.
  • Der chronische Fachkräftemangel Es herrscht in vielen Bereichen der Industrie ein Fachkräftemangel. Universitäten sind eine der besten Möglichkeiten solch einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Eine Kürzung, wie sie nun vorliegt, wird zu einer Verschlimmerung dieses Problems führen und ist daher absolut inakzeptabel[2][3][4][5][6][7].
  • Verlust der Innovationsfähigkeit Eine Kürzung schadet jedoch nicht nur dem aktuellen, sondern auch dem zukünftigen Wirtschaftsstandort Österreich. Österreich ist eines der innovativsten Länder weltweit[9] wobei Universitäten schon immer innovationstreibend sind. Durch eine Kürzung sind Universitäten gezwungen auf die Unterstützung von Sponsor*innen und andere Möglichkeiten zurückzugreifen. Diese wiederrum gefährden die Freiheit und Unabhängigkeit der Forschung. Dadurch entstehen nicht nur ethische Probleme, es wird auch die Innovationsfähigkeit der Forschung eingbetroffen.
  • Universitäten als Orte des Diskurses Viele Studierende leisten zusätzlich zum Studium einen unerlässlichen Beitrag in Gremien und Ausschüssen. In diesen Gremien und außerhalb findet ein reger Diskurs statt, welcher wichtig für die Richtungsgebung und Entscheidungen der Universitäten ist. Durch eine Kürzung wird dieser wichtige Diskurs eingeschränkt oder verhindert. Durch die Frauenquote, die meist durch die Studienvertretung ausgeglichen wird, werden vor allem weibliche Mitglieder und Mitglieder, welche Care-Arbeit leisten, disproportional mehr Zeit aufwenden müssen und sind somit verstärkt betroffen.