KIF535:Resolutionen/Haltung zur Wehrpflicht

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Die 53,5. Konferenz der deutschsprachigen Informatikfachschaften spricht sich gegen eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht oder eine Einführung anderer verpflichtender Dienste aus.

Zudem fordern wir bei Diskussionen über solche Pflichtdienste eine enge Einbindung von Interessensvertretern der betroffenen Generationen.

Begründung der Ablehnung der allgemeinen Wehrpflicht[Bearbeiten]

Eine Dienstpflicht stellt in jeder Form einen einschneidenden Eingriff in das Leben junger Erwachsener dar. Insbesondere eine Wehrpflicht ist ethisch für viele Menschen nicht vereinbar. Es gibt für jede Person mögliche Gründe, einen Dienst an der Waffe zu verweigern. Die Weigerung, eine Waffe zu führen, sollte niemals gerechtfertigt werden müssen.

Zentrale Kritikpunkte einer Dienstpflicht[Bearbeiten]

Für den Fall, dass ein von uns abgelehnter Pflichtdienst eingeführt wird, fordert die 53,5. Konferenz der deutschsprachigen Informatikfachschaften die Gesetzgeber auf, folgende Hauptkritikpunkte unbedingt zu unterlassen:

  • Einschränkung der Auswahl zwischen Zivil-, Sozial-, Ökologischem und Wehrdienst.
  • Monetäre Ungleichheit zwischen Zivil-, Sozial-, Ökologischem und Wehrdienst.
  • Zwang, den Pflichtdienst zu einem eng definierten Zeitpunkt ableisten zu müssen oder eine bereits begonnene berufliche Ausbildung zu unterbrechen.
  • Rückwirkende Verpflichtung von Menschen, die bisher nicht von der Wehrpflicht betroffen waren.

Es ist uns wichtig, erneut zu betonen, dass wir eine Dienstpflicht in keiner Form unterstützen!